Bürgerinitiative Schwerterheide

  • Wir wollen die Umwandlung der Äcker in Bauland an der Waldstraße verhindern.

  • Wir wollen die Natur für Tiere, Menschen und Pflanzen erhalten.

  • Wir sind nicht grundsätzlich gegen die Schaffung von neuem Wohnraum. Es sollten aber erst die Möglichkeiten genutzt werden, die sinnvoller und umweltverträglich sind.

NEU: Im Downloadbereich kann jetzt die Unterschriftenliste geladen und ausgedruckt werden.


BI Schwerterheide auf Antenne Unna (21.9.2020)

Infostand auf dem Cava-dei-Tirreni-Platz am 17.10.2020.

Am Samstag hatten wir den ersten Infostand in der Fußgängerzone.

Wir bedanken uns bei allen, die uns besucht haben.
Es wurden viele interessante Gespräche geführen, in denen wir meistens viel Zuspruch bekommen haben.
Natürlich waren auch einzelne anderer Meinung. Das gehört dazu und belebt die Diskussionen.

Es wurden Argumente und unterschiedliche Sichtweisen ausgetauscht.
Danke für die Hinweise und Tips, wie wir unser Anliegen noch besser darstellen können. Wir werden versuchen, die Anregungen umzusetzen.

Gestartet haben wir unsere Unterschriftenaktion und die ersten Unterschriften gesammelt. Weitere Gelegenheiten zum Unterschreiben werden folgen.
Die Unterschriftenliste wird es in Kürze auch als Dokument im Downloadbereich geben. Dann kann jeder, der will, die Liste ausdrucken und unterschreiben.

Durch das positive Ergebnis der Aktion haben wir den nächste Infostand bereits geplant. Er wird wahrscheinlich Anfang 2021 stattfinden. Den Termin geben wir rechtzeitig bekannt.

Infostand am 17.10.2020



Beitrag von Volker Heimel

Schwerter Heide, NRW, Ostrand des Kohlenpotts, Südrand des Ardeygebirges.
An einem Tag zum Ende der Brutzeit wurden dort 26 (27) Vogelarten gesichtet und gehört. Hierzu zählen Mäusebussard und Waldkauz; aber auch ein Vögel jagender Greif ist im Gelände (Habicht, Sperber, Wanderfalke möglich).
Dies erstaunt nicht; die reale Anzahl nachzuweisender Vogelarten liegt mindestens 2x höher bei 50-70 Arten. Der Bereich des Gehrenbaches nördlich des geplanten Baugebietes ist als Geschützter Landschaftsbestandteil ausgewiesen. Ein negativer Einfluss einer Bebauung in der Schwerter Heide gilt als wahrscheinlich und sollte vermieden werden. Eine Anreicherung der bisherigen Ackerfläche kann den aktuellen Insekten-und Vogelrückgang etwas bremsen. Licht und Wärme wären bei Bebauung negative Ökofaktoren; Die Grundwasser-Neubildung würde gefährdet.
© V. Heimel 17.9.2020

© V. Heimel 2020

Zuhörer Tour der CDU mit Frau Dausend und Herrn Böckmann

„Ich werde gegen eine Bebauung der Schwerterheide stimmen.
Dies gilt auch für die Zeit nach der Wahl.“

Mit dieser eindeutigen Aussage legte sich die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bianca Dausend am 08.09.2020 gegen 17:30 Uhr an der Kreuzung Waldstraße / Kornweg im Rahmen der Zuhörer Tour der CDU vor Mitgliedern der Bürgerinitiative Schwerterheide und Anwohnern fest.

Mehrfach wiederholte Sie auch auf überraschte Nachfragen der Zuhörer und führte zu Begründung aus: „Ein Wald braucht einen umgebenden Grüngürtel. Dieser ist um den Schwerter Wald durch die B236 und auf Aplerbecker Seite durch die Bebauung bis an den Wald bereits zerstört. Diesen Grüngürtel dürfen wir nicht weiter zerstören.“ Auch werde hochwertige Ackerfläche durch eine Bebauung unwiederbringlich vernichtet. Auf die Nachfrage des Sprechers der Bürgerinitiative Jens Mackner. „Dürfen wir dies weitertragen?“ antworte Frau Dausend: „Ich bitte darum.
Begleitet wurde Frau Dausend von dem Ratskandidaten für den Wahlbezirk Geisecke und Mitglied der CDU-Fraktion im Kreistag Unna, Carsten Böckmann. Auch dieser bestätigte, dass er für den Fall seiner Wahl in den Rat der Stadt Schwerte gegen eine Bebauung des Landschaftsschutzgebietes Schwerterheide stimmen werde. Er begründete seien Position u.a. damit, dass er von der Sozialpolitik komme und sich für Wohnungsbau und barrierefreies Wohnen einsetze.
Dies sei auf der Schwerterheide wegen der fehlenden Infrastruktur gar nicht oder nur schwer umzusetzen und gehöre deshalb in den näheren Stadtbereich, wo bereits eine Infrastruktur vorhanden sei.


Unser Kommentar:
Wir freuen uns außerordentlich, das mit Frau Dausend und Herrn Böckmann, sich zwei profilierte Kandidaten den CDU eindeutig gegen eine Bebauung des Landschaftsschutzgebietes Schwerterheide positioniert und grundsätzlich festgelegt haben. Wir schätzen Frau Dausend als engagierte Politikerin für die Schwerterheide und wünschen Ihr und Herrn Böckmann für die Wahl und die im Rat anstehenden Entscheidungen viel Erfolg.
Nach der WfS hat sich damit auch zumindest ein Teil der CDU gegen eine Bebauung festgelegt.

Stellungnahmen der im Rat vertreten Parteien zur Bebauung der Äcker in der Schwerterheide

Stand 09.09.2020 – Zusammenfassung:

Die WfS Schwerte vertreten durch Ihre Kandidaten für den Rat der Stadt Schwerte, Andreas Czichwoski, Thomas Keuthen, bekräftigte vor Ort an der Kreuzung Waldstraße/Kornweg, dass sie eine „Entwicklung“ dieser Fläche grundsätzlich ablehnt.

Die CDU schließt durch den Fraktionsvorsitzenden Marco Kordt eine mögliche Bebauung nicht grundsätzlich aus, würde aber einer direkten Bebauung am Schwerter Wald eindeutig nicht zustimmen.

Die SPD verweist durch die Fraktionsvorsitzende Angelika Schröder auf das notwendige umfangreiche Verfahren, das die Einschaltung vieler Behörden, Gutachter und Bürgerbeteiligung erfordere. Dieser Prüfung werde die SPD sich nicht verweigern, allerdings habe die SPD noch keine Auskünfte erlangen können, weil derartige Pläne noch nicht konkret angedacht seien.

Die Grünen verweisen in einem Schreiben des Fraktionssprechers Heinz-Fischer auf Ihr aktuelles Wahlprogramm für aktiven Bodenschutz, weniger Versiegelung und mehr ökologische Landwirtschaft, sowie gegen weitere „Ausfransung“ der Stadt und dass diese Grundsätze für die Grünen in einem Bebauungsplanverfahren maßgeblich seien, legt sich aber ebenfalls nicht konkret fest.

Die Linken, vertreten durch ihren Fraktionschef Dieter Reichwald, würde sich einer Bebauung von bezahlbaren Mietwohnungen nicht verweigern, lehnt aber ein Areal für hochpreisige Einfamilienhausbebauung, wie am Bürenbruch, ab.

Die FDP verweist auf Ihr Wahlprogramm und die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Ausweisung von Bauland, sowie die notwendige Transparenz und Bürgerbeteiligung und sieht insoweit einen großen Handlungsbedarf der IEG.

Festzuhalten bleibt, dass sich insbesondere die SPD, aber zu unserem Erstaunen auch die Grünen, nicht festlegen wollen und auf ein zukünftiges Verfahren verweisen…

Jeder kann sich nun selber überlegen, ob die Aussagen der Parteien, die Entscheidung, wo am 13.9.2020 das Kreuzchen gemacht wird, beeinflussen wird.