3. Mögliche Rückschlüsse zur Stadtentwicklung der Stadt Schwerte und was vielleicht sinnvoller wäre.

Was wird in Schwerte im Sinne der Bürgerinnen und Bürger benötigt?
Was sollte gefördert werden?
Was sollte unterbunden werden
?

1. Es müssen mehr öffentlich geförderte Wohnungen gebaut werden, damit einkommensschwache Bürger in Schwerte eine Wohnung finden können.

2. Es müssen seniorengerechte Wohnungen gebaut oder modernisiert werden, da die Entwicklung der Altersstruktur klar aufzeigt, dass in den nächsten Jahren der Bedarf dafür steigt. Erste Bestrebungen sind zwar erkennbar, aber nicht ausreichend.

Ein Nebeneffekt ist, dass Senioren dann zum Teil aus ihren Häusern oder großen Wohnungen ausziehen können, wenn entsprechende Alternativen vorhanden sind. Durch den Umzug würden diese Häuser oder Wohnungen frei, um dann von Familien genutzt zu werden.

3. Die  Größen der neuen Wohnungen müssen auf die zukünftigen Bedarfsentwicklung abgestimmt sein. Es entsteht ein größerer Bedarf für 1 – 2 Personenhaushalte.

4. Um nicht unnötigen Autoverkehr zu erzeugen, sollten neue Wohnprojekte möglichst Innenstadtnah gebaut werden und eine vernünftige Anbindung an den ÖPNV haben. Die Grundversorgung für den täglichen Bedarf sollte gewährleistet sein, ohne große Fahrstrecken zurücklegen zu müssen.

5, Vorhandene Flächen (Gewerbe- und Wohnimmobilen), die heute brach liegen, sollten als Wohnbauprojekte entwickelt werden. Was passiert zum Beispiel mit den brachliegenden Flächen der Nickel-Werke in der Nähe des Bahnhofs.
Oder den in Zukunft ungenutzten Teil-Flächen des Hoesch Werkes, die von den neuen Besitzern nicht genutzt werden. Hier könnten entweder Wohngebiete entwickelt werden oder Gewerbegebiete. Durch Umzüge könnten dann andere Flächen frei werden, die wiederum in Wohnraum umgestaltet werden kann.

6. Baulücken in Innenbereich sollten geschlossen werden. Im Flächennutzungsplan waren ca. 20 ha für Gewerbe- und Wohnbebauung ausgewiesen.

7. Einzelhandelsimmobilien sollten möglichst zur mehrgeschossigen Bauweise verpflichtet werden, damit die Grundstücke auch für Wohnraum mitgenutzt werden können. In anderen Städten wird diese Vorgehensweise bereits erfolgreich genutzt.

8. Bei allen Planungen darf nicht der wirtschaftliche Aspekt im Vordergrund stehen. Auswirkungen auf Verkehr, Klima, Naturschutz und Gesundheit sind wichtiger.

9. Die Attraktivität der Stadt Schwerte darf nicht durch Zerstörung von Naherholungsgebieten gemindert werden.
Warum sinkt die Einwohnerzahl der Stadt Schwerte?
Warum verlassen die jüngeren Bürgerinnen und Bürger die Stadt?

10. Klimaschädliche Veränderungen sollten möglichst vermieden werden. Wir spüren jetzt schon die Auswirkungen: Extreme Wetterereignisse nehmen zu (Starkregen, Hitzeperioden, Trockenheit).

11. Die Versiegelung von neuen Flächen muss vermieden werden. Es hat Auswirkungen auf das versickern von Regenwasser und dadurch auf das Grundwasser. In den letzten Jahren sank der Grundwasserspiegel und wurde dadurch in einigen Gegenden schon knapp. Auch wird das Mikroklima negativ beeinflußt. Soll es in der Innenstadt noch wärmer werden?

12. Wo sollen Lebensmittel angebaut werden, wenn immer mehr landwirtschaftlich genutzte Flächen in Bauland umgewandelt wird.

13. In Deutschland werden durchschnittlich jeden Tag 56 ha als Siedlungs- und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Das entspricht in etwa einer Fläche von 79 Fußballfeldern – jeden Tag.
Oder aufs Jahr gerechnet fast 20.000 ha.
Jedes Jahr ca. einmal die Fläche von Düsseldorf – jedes Jahr

Wir wollen uns jetzt hier nicht hinstellen und behaupten, wir hätten die Lösungen zu allen Fragen und Problemen der Stadt Schwerte.
Es ist aber an vielen Punkten fest zu machen, das es sich lohnt, den schwierigeren Weg zu gehen. Immer nur die wirtschaftlichen Aspekte zu sehen, ist kurzfristig gedacht.
Gemeinsam müssen wir zu Lösungen und Kompromissen kommen, die nachhaltig sind.

Die Stadt Schwerte kann im Rahmen ihre Vorgaben zur Stadtentwicklung entsprechende Weichen stellen.

Klimaschutz, Naturschutz und Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger muss höher bewertet werden als wirtschaftlicher Nutzen

Wird hier langfristig auch im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder gedacht?

Fragen Sie bitte ihr Ratsmitglied oder die Ratsfraktion, ob ihre Meinung und ihre Interessen im Rat entsprechend vertreten wird.

Schreiben Sie ihrem Ratsmitglied oder Ratsfraktion, wenn sie mit den aktuellen Entscheidungen nicht einverstanden sind.

Bürger und Bürgerinnen sollten über mehr als das Kreuzchen am Wahltag entscheiden.

Nehmen Sie aktiv Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Stadt.