Einladung zum nächsten Stammtisch der Bürgerinitiative Schwerterheide

Liebe Anwohnerinnen und Anwohner der Schwerterheide,
liebe Bürgerinnen und Bürger von Schwerte,
wir laden zum zweiten Stammtisch der Bürgerinitiative Schwerterheide ein.

Am 04.08.21 um 19:00 Uhr treffen wir uns zum Stammtisch der
Bürgerinitiative Schwerterheide.
Treffpunkt ist wieder am Feld – Waldstraße/Ecke Kornweg (an unserem Schild).

Wir wollen Informationen austauschen und Vorschläge für weitere Aktionen besprechen.

Wenn sie Fragen haben, wollen wir versuchen, diese zu beantworten.
Ein Thema wird sicher das Unwetter und die möglichen Ursachen sein.

Bitte bringen Sie auch Freunde, Bekannte und Interessierte mit.



Wir möchten noch auf den Infoabend der Bürgerinitiative “Wandhofener Kreinberg” hinweisen, der am 06.08.21 um 18.00 Uhr in der Gaststätte “Zum Haseneck” stattfindet.


Viele Grüße
Bürgerinitiative Schwerterheide

P.S. Der BI- Stammtisch findet regelmäßig am 1. Mittwoch im Monat statt.

Web: bi-schwerterheide.de – Mail: kontakt @ bi-schwerterheide.de
Facebook: Bürgerinitiative Schwerterheide

Was muss noch passieren, dass wir nicht nur über den Klimawandel und seine Folgen reden, sondern etwas dagegen tun.

In den letzten Tagen hat es einige Wetterextreme gegeben.
Hier eine kleine Chronik dazu:

Juli 2021 – Hitzerekord in Kanada und Nordamerika
49,5 Grad Hitzerekord und 486 zu beklagende Todesfälle.

Link zum Tagesspiegel Artikel:
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/hitzerekord-von-49-5-grad-und-486-tote-in-kanada-der-klimawandel-macht-das-unmoegliche-wahrscheinlich/27378420.html

Am Ende des Artikels:
… sagt Wissenschaftler Florian Imbery. „Aber aufgrund des menschengemachten Klimawandels sind derartige Hitzewellen insbesondere in der Intensität bedeutend wahrscheinlicher geworden.“ Oder wie der kanadische Meteorologen Jeff Berardelli sagt: „Der Klimawandel macht das Unmögliche nicht nur möglich, sondern auch wahrscheinlich.“

Aber das ist ja sehr weit weg …


14.07.21 – Unwetter mit starken Regenfällen in Sachsen

– 44 Liter pro m2 in Feiberg
– 1 Person in Steinberg von der Sturzflut mitgerissen.

Link zum MDR:

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/unwetter-dreizehnter-vierzehnter-juli-100.html

Ok, in Deutschland, aber doch noch weit weg …




04.07.21 – Fröndenberg

Stellenweise 120 Liter pro m2
Ein Damm droht zu brechen. Anwohner müsse evakuiert werden.

Copyright: A. Jungvogel

Bericht im Lokalkompass von A. Jungvogel

https://www.lokalkompass.de/stadtspiegel-menden-froendenberg/c-blaulicht/320-einsaetze-in-froendenberg_a1600193

Wenn das Abwasser zurück kommt – Fröndenberg


Ok, das ist in der Nähe. Bestimmt nur ein Einzelfall…



14.07.21 – Hohenlimburg ist „abgesoffen“

50 bis 120 Liter pro m²

„Hänge sind abgerutscht, Bäume umgestürzt. Viele geparkte Autos sind in den Fluten versunken.“

14.07.21 – Altena und Nachrodt ist nicht mehr erreichbar.

Alle Zufahrtsstraßen stehen unter Wasser.
Innenstadt von Altena voll Wasser.
Lasbeck – Damm bricht, Häuser evakuiert.

Link zu corne-on.de:

https://www.come-on.de/lennetal/altena/unwetter-land-unter-in-altena-und-nachrodt-90860269.html


Hier noch ein Bericht vom WDR

Link zum WDR:

https://www1.wdr.de/nachrichten/unwetter-nrw-starkregen100.html

Bericht aus Hohenlimburg ab ca. 0:40
Bericht aus Altena ab ca. 7:03

Das ist gleich um die Ecke …


14.07.21 – Schwerte mit ergiebigen Regenfällen

Feuerwehr hat die Ruhr im Auge und beobachtet den Pegel.
An einigen Stellen ist die Ruhr über die Ufer getreten.

Meldungen von vollgelaufenen Kellern aus der Innenstadt, Westhofen, Schwerter Heide und weitere Stadtteile.
In der Heidestraße, Kornweg und Ostbergerstraße sind auch Keller voll gelaufen, die von der Feuerwehr leer gepumpt wurden.

Wasser aus einem Keller im Kornweg

Link zu den Ruhrnachrichten:

https://www.ruhrnachrichten.de/schwerte/dauerregen-in-schwerte-und-der-pegel-der-ruhr-steigt-1654256.html

Oh, jetzt ist der Klimawandel vor meiner Haustür (oder im Keller) angekommen …


Fortsetzung folgt …

Das erste Stammtischtreffen der Bürgerinitiative Schwerterheide

Am Mittwoch, den 07.07.21 trafen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger zum ersten Stammtisch an den Feldern der Waldstraße / Ecke Kornweg.

Danke an alle interessierten und motivierten Schwerter, die gekommen waren!

Danke auch an Frau Dausend ( CDU), Herrn Czichowski ( WfS), Herrn Becker ( WfS) und Herrn Bartscher ( FDP), die Fragen der Bürgerinnen und Bürger beantwortet haben.

Unser BI-Sprecher Jens Mackner, informierte die Anwesenden über die jüngsten Entwicklungen aus Verwaltung und Politik. Er unterstrich, dass der Beschluss des Bauausschusses der erste Schritt ist, um den Bebauungsplan 197 „Auf der Ostenheide“ auf den Weg zu bringen.

Damit ist die Bebauung der Felder aber noch nicht entschieden!

Es folgt als nächster wichtiger Schritt die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans. In dieser Phase kann jeder seine Einwende gegen die Bebauung äußern. Mit dem Bebauungsplan werden auch die notwendigen Gutachten vorgelegt, aus denen hervorgeht, ob eine Bebauung unter allen Gesichtspunkten zulässig ist. Zeitgleich oder davor veranstaltet die Stadt Schwerte eine Informationsveranstaltung, um den Bürgerinnen und Bürgern das Vorhaben vorzustellen. Sobald die Termine dafür bekannt sind, werden wir berichten.

Aus den anschließenden Beiträgen von Frau Dausend, Herrn Czichowski und Herrn Bartscher, entstand ein Austausch von Argumenten, Gedanken und Fakten. Die Diskussionen wurde auch mal hitzig, aber es wurde im wesentlichen sachlich debattiert.





Vorgestellt wurde das neue „Fensterschild“ mit dem jeder zeigen kann, dass er gegen die Bebauung ist. Durch das Aufhängen im Fenster oder an der Scheibe seines Autos (beides geht natürlich auch) kann jeder „Flagge“ zeigen.
Die Druckvorlage kann im Download-Bereich geladen werden. Wer keine Möglichkeit zum Ausdrucken hat, kann beim nächsten Stammtisch welche mitnehmen. Alle, die auf der Schwerterheide wohnen, können uns unter kontakt (at) bi-schwerterheide.de ein Mail mit Namen, Adresse und Anzahl der gewünschten “Fensterbilder” senden. Wir liefern die dann (kann aber einen Moment dauern) in den Briefkasten.

Fazit war:
Es ist noch nichts entschieden – zusammen werden wir das Neubaugebiet 197 auf der Schwerterheide verhindern!


Es war ein erfolgreicher Auftakt, in unseren regelmäßig stattfindenden Stammtisch.
JEDEN 1. MITTWOCH DES MONATS

Einladung zum BI-Stammtisch

Liebe Anwohnerinnen und Anwohner der Schwerterheide,
liebe Bürgerinnen und Bürger von Schwerte, 

wir laden zum Stammtisch der Bürgerinitiative Schwerterheide ein.

Am 7.7.2021 um 19:00 Uhr treffen wir uns zum ersten Stammtisch der BI-Schwerterheide.

Treffpunkt ist am Feld – Waldstraße/Ecke Kornweg (an unserem Schild).

– Wir wollen die neusten Informationen zum geplanten Bebauungsplan weitergeben.

– Wenn sie Fragen haben, wollen wir versuchen, diese zu beantworten.

– Gemeinsam wollen wir Aktionen planen, die helfen, den Bebauungsplan zu verhindern.


Es ist noch nichts entschieden!

Wir können uns gemeinsam für Natur und Klima einsetzen.


Bitte informieren Sie auch Freunde, Bekannte und Interessierte.

Viele Grüße

Bürgerinitiative Schwerterheide

P.S. Der BI- Stammtisch wird regelmäßig am 1. Mittwoch im Monat stattfinden
(ob er in den Ferien im August stattfindet, geben wir noch bekannt).


Web: bi-schwerterheide.de  – Mail: kontakt@bi-schwerterheide.de 

                    
facebook: Bürgerinitiative Schwerterheide

Frau Dausend steht zu ihrem Wort

Vor der Ausschusssitzung am 23.6.2021 erhielten wir folgende Mail von Frau Dausend. Sie bekräftigte nochmals ihre Meinung zum Baugebiet Schwerterheide:


Liebe Mitglieder der BI-Schwerterheide,   
Ihre Initiative ist meine Initiative!
Dies möchte ich noch einmal klar unterstreichen, sodass Sie sich gewiss sein können, dass ich Sie vollumfänglich in Ihrem Ansinnen, Flächen zu schützen und damit Klima zu stärken, unterstützen werden. Bitte kontaktieren Sie mich, wenn ich Sie an welcher Stelle auch immer unterstützen kann. Gerne überlege ich mit Ihnen gemeinsam, wie wir dieses schöne und wertvolle Fleckchen Erde vor dem Bebauungswahnsinn schützen können und ich bin – trotz der heute anstehenden Entscheidung im Planungsausschuss – immer noch zuversichtlich, dass wir mit guten Argumenten auch weiterhin diese Fläche für die Wildtiere, für die Artenvielfalt, für die Natur und für unser Klima erhalten können. Ich könnte die Aufzählung der schützenswerten Interessen noch manigfaltig fortführen, möchte es aber bei dieser exemplarischen Aufzählung belassen. Klimaschutz fängt genau an diesen Stellen in unserer schönen Ruhrstadt an und insofern danke ich Ihnen allen für Ihr wertvolles Engagement. Ich hoffe, dass wir es gemeinsam schaffen werden!  
 

Viele Schwerter Grüße

Ihre Bianca Dausend


Bürgerinnen und Bürger zeigen dem Ausschuss für Planen, Bauen und Wohnen der Stadt Schwerte, was sie vom Bebauungsplan 197 „Auf der Ostenheide“ halten.

Am 23.6.2021 haben Bürgerinnen und Bürger vor dem Rathaus deutlich gemacht, dass sie keine Bebauung auf den Feldern an der Waldstraße wollen.

Dafür, dass die Demo so kurzfristig von uns organisiert wurde, sind doch 40 Teilnehmer gekommen, um ihren Unmut zu äußern.

Demonstration vor dem Rathaus

Wir bedanken uns bei allen, die da waren.
Das wird sicher nicht die letzte Aktion sein.

Leider konnten nur wenige von uns an der Ausschusssitzung teilnehmen, da die Plätze wegen Corona begrenzt waren.

Unser Sprecher J. Mackner konnte dem Ausschuss zu Beginn der Sitzung unseren Standpunkt und unsere Argumente vortragen. Eine Diskussion war mit den Ausschussmitgliedern in diesem Rahmen leider nicht möglich.
Die Argumente wurden vom Vorsitzenden zur Kenntnis genommen.

Zu den Argumenten der Ausschussmitglieder und den Auswirkungen, die von diesem Beschluss ausgehen, werden wir in einem weiteren Beitrag berichten.

Hier zunächst das Ergebnis der Abstimmung:

Mehrheitlich wurde der Antrag mit den Stimmen der SPD Mitglieder und einem Teil der CDU Mitglieder angenommen.


Mit dem Beschluss ist die Bebauung noch nicht beschlossen.
Es ist aber der erste Schritt, um aus dem Landschaftsschutzgebiet ein Baugebiet zu machen.

weiteres folgt…


Aus den Pressemeldungen der Stadt Schwerte

… „Öffentliche und private Grünflächen spielen für eine hitzeangepasste und wassersensible Stadtentwicklung eine besondere Rolle“, erklärt Florian Hübner, Klima- und Umweltschutzbeauftragter der Stadt Schwerte. „Ein *** ist ein Garten, in dem Klimaanpassungs- und Klimaschutzobjekte Beachtung finden“.
Die vorgesehene Fläche in *** ist knapp xx.000 Quadratmeter groß, auf der u.a. artenreiche und klimaangepasste Bäume und Sträucher gepflanzt und Blühstreifen angelegt werden sollen, um somit zum Erhalt der biologischen Vielfalt beizutragen.
Kurz: Es soll eine strukturreiche, naturnahe und artenreiche Grünfläche mit Parkcharakter unter Hinweis auf den Klimawandel entstehen …


… „Wir freuen uns sehr, dass wir damit die Möglichkeit erhalten, einen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten zu können“, hebt Bürgermeister Dimitrios Axourgos hervor und würdigte das Engagement des Bundestagsabgeordneten.

… “Öffentliche Grünflächen, Parks und Gärten haben eine enorme Bedeutung für das Stadtklima”, erklärt der Abgeordnete Kaczmarek. Sie könnten für Abkühlung in Hitzezeiten sorgen, Niederschläge zwischenspeichern, die Luft reinigen und die Artenvielfalt erhalten. “Daher freue ich mich sehr, dass der Bund einen Großteil der Kosten für das Schwerter Klimaprojekt trägt.”….


Leider beziehen sich die beiden Ausschnitte aus den Presseinformationen der Stadt Schwerte nicht auf das geplante Baugebiet an der Waldstraße, sondern auf den geplanten Klimagarten in Wandhofen (den wir ausdrücklich begrüßen).


Hier wird deutlich, dass anscheinend Klimaschutz unterschiedlich bewertet werden kann.

Wird der mögliche Gewinn aus den Grundstücksverkäufen von der Politik höher bewertet als Umwelt- und Klimaschutz?

Stadt Schwerte bringt den Bebauungsplan für die Schwerterheide auf den Weg

Auf dem Acker an der Waldstraße steht das Getreide schon ziemlich hoch und an den Rändern blühen die roten Mohnblumen.

Waldstraße /Kornweg

Wird das das letzte mal sein, bevor die Bagger kommen?


Am 23.6.2021 wird im Ausschuss Planen, Bauen und Wohnen der Stadt Schwerte der Bebauungsplan 197 „Auf der Ostenheide“ als Beschlussvorlage beraten.

Damit wird das Neubaugebiet auf den Weg gebracht.
Es existieren schon drei Planungsentwürfe für die Bebauung.
Bis zu 175 Wohneinheiten sind in einem der drei Entwürfe geplant.

Mehrfamilienhäuser mit 4 Etagen werden sich gut in die Landschaft einfügen.

Teil eines Entwurfes

Damit für die erforderlichen Parkplätze kein Platz verschwendet wird, bekommen die Häuser sogar Tiefgaragen.

Es wird auch Einfamilienhäuser geben, die anscheinend einen Parkplatz am Haus haben. Wo die weiteren Autos parken sollen, werden uns die Städteplaner sicher noch erklären.
Weitere Fakten werden wir vielleicht auf der Sitzung erfahren.

Das hier dem Landwirt wieder ein Stück seiner Existenzgrundlage genommen wird – egal

Das den Insekten, Vögeln und anderen Tieren ein Stück Lebensraum genommen wird – egal


Das sich das Versiegeln der 32.000 qm Flächel auf das Stadt-Klima auswirkt – egal

Das es Alternativen gibt, die intelligent umgesetzt werden könnten – egal

Wir müssen jetzt handeln und diese Fehlentscheidung verhindern.



Treffen Sie jetzt die richtige Entscheidung für Umwelt, Klima und das Erbe ihrer Kinder und Enkel.


Wir werden hier unsere Aktionen ankündigen, bei denen Sie mitmachen können.

Teilweise verfehlte Stadtentwicklung der Stadt Schwerte im Wohnungsbau ?

Zur Wohnraumsituation in Schwerte wollen wir versuchen, mit den Fakten, die uns zur Verfügung stehen, die Situation der Wohnungen und Einfamilienhäusern in Schwerte darzustellen.
Betrachten wollen wir auch, wie sich der Bedarf in Zukunft entwickeln soll.

 Stützen werden wir uns unter anderem auf das Kommunale Handlungskonzept Wohnen von 2016, welches die Stadt Schwerte bei der InWIS Forschung & Beratung GmbH in Bochum beauftragt hatte.

Der Artikel wird etwas umfangreicher und wird  in mehrerer Teile aufgeteilt:

  • 1. Die Bestandszahlen und Prognosen aus dem Kommunalen Handlungskonzept Wohnen
  • 2. Die Bauaktivitäten in der Stadt Schwerte unter Berücksichtigung der Bedarfszahlen.
  • 3. Mögliche Rückschlüsse zur  Stadtentwicklung der Stadt Schwerte und was vielleicht sinnvoller wäre. (folgt)

1.Wie sich die Situation darstellt und was bis 2030 geschehen soll?

Die Fakten stammen aus dem Kommunalen Handlungskonzept Wohnen der Stadt Schwerte von 2016.

(Nachzulesen: https://ratsinfo.schwerte.de/bi/to0050.php?__ktonr=23814 )

Um den Bedarf an Wohnungen und Einfamilienhäusern einschätzen zu können, sind zunächst zwei Faktoren zusätzlich zu betrachten.

Entwicklung der Einwohnerzahl in Schwerte  und

Prognose der zu erwartenden Altersstruktur

Die Einwohnerzahl der Stadt Schwerte ist rückläufig.

Einwohner
200649.386
201347.615
201946.195
203045.186(Prognose)
(Quelle: Konzept S.9 und folgend)

Die Altersstruktur der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Schwerte wird sich bis 2030 erheblich ändern.

0 – 6 Jahre– 3 %
6 – 18 Jahre– 11 %
18 – 25 Jahre– 24 %
25 – 30 Jahre– 12 %
30 – 50 Jahre– 12%
50 – 65 Jahre– 6 %
65 – 80 Jahre+ 17 %
über 80 Jahre+ 57 %
(Quelle: Konzept S.21)

Warum die Bürgerinnen und Bürger unter 65 Jahre die Stadt Schwerte verlassen und die Netto-Einwohnerzahl rückläufig ist, mögen andere bewerten und soll hier nicht betrachtet werden. Es zeigt im weiteren Verlauf aber, dass in Schwerte vielleicht nicht bedarfsgerecht gebaut wird.

Dazu ein paar Bedarfszahlen aus dem Konzept

Der jährliche Bedarf an Eigenheimen wurde im Konzept folgendermaßen dargestellt:
Bedarf Eigenheime (DH, RH, EFH) jährlich

bis 2020von 2021 bis 2025von 2026 bis 2030
743315
(Quelle: Konzept S.27)

Der Bedarf ist seit 2020 rückläufig. Dazu kommt, dass bei der Auswertung der Immobilienanzeigen verstärkt preiswerte (gebrauchte) Häuser gesucht und gekauft wurden.

Anders ist der jährliche Bedarf an Eigentums- und Mietwohnungen.
Die Eigentumswohnungen sind deshalb wichtig, weil sie zum großen Teil vermietet werden

bis 2020von 2021 bis 2025von 2025 bis 2030
geförderte Wohnungen7488
frei finanz. Wohnungen652
Eigentumswohnungen25158
Gesammtbedarf1052818
(Quelle: Konzept S.27)

Davon können zwei Erkenntnisse abgeleitet werden.
1. Der Bedarf an Eigentumswohnungen ist rückläufig
2. Viel stärker ist der Bedarf an gefördertem Wohnraum.

Das zeigt sich auch im Bestand der geförderten Wohnungen.

Dadurch, dass bei Wohnungen die öffentliche Förderung ausläuft – aber nicht genügend neu gebaut werden, ist der Bestand bis 2030 nur noch zur Hälfte vorhanden.

(Quelle: Konzept S. 42 + 57)

WohnungenWohnungen
20071882neu gebaut10
20161521neu gebaut12
2030768(Prognose
(Quelle: Konzept S. 42 + 57)


Auch kann durch die Entwicklung der Altersstruktur der Bürgerinnen und Bürger abgeleitet werden, dass innenstadtnaher Wohnraum, der altersgerecht sein sollte, einen erheblichen Mehrbedarf darstellen wird.

weiter im 2. Teil

2. Bauaktivitäten in der Stadt Schwerte