Meinung einer Schwerterin

Hallo, 
anscheinend gibt es in der Schwerter Politik Überlegungen, mehrere Felder vor dem Schwerter Wald in Bauland umzuwidmen und somit zu bebauen, also die Flächen zu betonieren und zu versiegeln. 
Bevor ich auf einzelne Argumente eingehe, muss man sich einer wichtigen Frage stellen:
Warum soll Natur in Zeiten von Fridays for Future zubetoniert werden?

Zunächst mal der Blick zur NATUR: Feldflächen in Nähe zum Wald sind unumstritten wichtige Flächen für Tiere wie den Feldhasen und Jagdgebiete wie Waldkauz, Uhu und andere geschützte Tiere.
Was bedeuten diese Flächen für uns Menschen, bzw uns SCHWERTER?
Es sind Naherholungsgebiete, in denen jeden Tag viele, viele Menschen ihre Spaziergänge machen und für jeden von ihnen eine Art Erholungsraum bieten.
Brauchen wir denn nicht neue Wohngebiete?
Eigentlich nicht. Gemäß der Bertelsmann Stiftung und ihrer Seite “wegweiser-kommune.de“haben wir 7,6 Geburten pro 1000 Einwohner in Schwerte
und 11,8 Sterbefälle.
D.h. eigentlich schrumpfen wir. Und genau das prognostiziert auch die Bertelsmann Stiftung: – 8,6% bis 2030.Auf Immobilienscout sind aktuell auch über 200 Wohnungen und Häuser in Schwerte frei.
Quelle: https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/schwerte+demographischer-wandel+2013-2015+tabelle
Warum sollten wir dann Grünland in Bauland umwidmen und es zubetonieren?
Weil die Stadt Schwerte Geld braucht, u.a. aufgrund des FAB-Desasters das die Stadt Schwerte 25 Mio Euro gekostet hat. Ein unrühmliches Ereignis, in dem sich die Politik der Stadt Schwerte über die Bürger hinweggesetzt hat und riesige Schulden produziert hat.
http://www.dorsten-transparent.de/2013/11/blick-nach-schwerte-unruhmliches-ende-eines-spasbades-stadtrat-zieht-schlussstrich-unter-teure-fehlentscheidung/

Letzten Endes heisst das, dass wir als Schwerter unsere Grünflächen verkaufen und zubetonieren sollen, damit Menschen v.A. aus Dortmund zuziehen können.
Und wir als Schwerter haben davon keinerlei Vorteile. Stattdessen baut man uns unseren Schwerter Wald zu!!
So etwas darf nicht passieren und ich rufe jeden Schwerter und auch Nachbarn in nahen Gemeinden dazu auf ihre Meinung hierzu kund zu tun.

Claudia Brunke


P.S.: Abschliessend nochmal kurz Infos darüber, dass Schwerte an sich – wie jede Stadt in Deutschland – altert und ständig Menschen aus Dortmund umziehen.